WM 2010 (15:44) – Ungar Kassai leitet deutsches Halbfinale

Der Ungar Viktor Kassai leitet das deutsche WM-Halbfinale am Mittwoch gegen Spanien. Das teilte die FIFA in Johannesburg mit. Der Schiedsrichter wird bei der Partie in Durban von seinen Assistenten Gabor Eros und Tibor Vamos unterstützt. Vierter Offizieller ist der Belgier Frank de Bleeckere. Das zweite Halbfinale zwischen den Niederlanden und Uruguay am Dienstag in Kapstadt wird vom Usbeken Ravshan Irmatov gepfiffen. Dieser hatte am Samstag das deutsche Viertelfinale gegen Argentinien geleitet.

WM 2010 (14:55) – Spanier schwärmen von DFB-Elf

Spanien hat eine hohe Meinung von seinem Halbfinalgegner Deutschland. "Deutschland ist das kompletteste Team und hat seine Mannschaft seit der EM 2008 stark verändert. Durch den Einbau junger Spieler hat es auch an Frechheit gewonnen", sagte Ersatztorhüter Pepe Reina auf einer Pressekonferenz in Potchefstroom. Rechtsaußen Jesús Navas erklärte: "Deutschland spielt sehr schnell. Sie suchen immer den Abschluss." Europameister Spanien trifft am Mittwoch in Durban auf Deutschland. Deutschland sei "ein starker und schwieriger Gegner", so Navas. Das Team von Joachim Löw spiele schnell und trage plötzliche Konter vor. "Aber wir haben viel Selbstvertrauen, und wenn wir in Ballbesitz sind, sorgen wir für Gefahr." Der in Südafrika noch nicht eingesetzte Reina sagte, Deutschland sei die "beste Mannschaft der WM". Es werde sehr schwierig. "Wir kombinieren mehr, und sie spielen mehr vertikal", wies der Torhüter des FC Liverpool auf unterschiedliche Systeme hin. "Sie haben fast immer getroffen und spielen deshalb sehr ruhig. Wir müssen aufpassen, dass sie kein Angriffsspiel aufziehen können."

WM 2010 (14:10) – Khedira wohl fit für Spanien

Joachim Löw plant das WM-Halbfinale gegen Spanien mit Mittelfeldmann Sami Khedira. "Es sieht im Moment so aus, dass für Mittwoch alle Spieler zur Verfügung stehen könnten", sagte der Bundestrainer im südafrikanischen DFB-Quartier. Ein Fragezeichen stehe allerdings im WM-Halbfinale noch hinter dem Einsatz von Cacau, den eine Wirbelblockade im Rücken plagt. Der Stuttgarter Khedira dagegen soll nach muskulären Problemen im Oberschenkel laut Löw wieder rechtzeitig in den Trainingsprozess der deutschen Nationalmannschaft einsteigen. Thomas Müller ist für die Partie am Mittwoch (20.30 Uhr) in Durban nach zwei Gelben Karten gesperrt. Löw nannte Piotr Trochowski, Toni Kroos und auch noch den angeschlagenen Cacau als mögliche Ersatz-Lösungen.

WM 2010 (14:06) – Zitat des Tages

"I weiß es net. Frag den Löw, der weiß es auch net." (Franz Beckenbauer in Johannesburg auf die Frage, ob er eine Erklärung habe für die hervorragende Leistung der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2010 in Südafrika)

WM 2010 (12:51) – Fair Play Award: DFB-Team liegt gut im Rennen

Sollte es mit dem Gewinn des WM-Pokals doch nicht klappen, kann die deutsche Nationalmannschaft noch auf den FIFA Fair Play Award als Trostpreis hoffen. In der Weltverbands-Rangliste der fairsten Teams liegt die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw derzeit mit 860 Punkten auf Platz sieben. Halbfinalgegner Spanien (925 Punkte) führt das Ranking vor den schon ausgeschiedenen Südkoreanern (881) und Argentiniern (870) an. Die Niederlande (865) sind gemeinsam mit den ebenfalls gescheiterten Brasilianern Fünfter.

WM 2010 (12:31) – Müllers Marktwert schießt in die Höhe

Torjäger Thomas Müller dürfte nach seinen grandiosen Auftritten bei der WM 2010 auch finanziell zu den Shootingstars zählen. "Er kann seinen Marktwert ganz sicher verdreifachen. Mindestens. Davon kann man ausgehen", sagte Spielerberater Pius Minder von der Schweizer Agentur Kögl und Partner. Das Internet-Portal transfermarkt.de hatte den Marktwert des vierfachen Torschützen vom FC Bayern München vor der WM mit zehn Millionen Euro beziffert. "Für diese Summe würde bei den Bayern im Moment keiner den Telefonhörer abheben", meinte Agentur-Co-Chef Minder.

WM 2010 (12:27) – Beckenbauer: Schweinsteiger ist der Beste

Der neue deutsche Mittelfeld-Chef Bastian Schweinsteiger ist von Franz Beckenbauer geadelt worden. "Wenn man alle fünf Partien betrachtet, ist er für mich der beste Spieler des Turniers", sagte Beckenbauer bei einem Sponsorentermin in Johannesburg. Die Erfolge und vor allem die Spielweise der jungen deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2010 in Südafrika haben auch den Weltmeister-Coach von 1990 "überrascht". Dem Team von Bundestrainer Joachim Löw traut Beckenbauer nun den ganz großen Coup zu. "Das Ziel ist, Weltmeister zu werden", sagte der 64-Jährige. Ein Finale gegen die Niederlande sei das "Maximum".

WM 2010 (12:19) – Löw kann Geschichte schreiben

Joachim Löw peilt in Südafrika einen historischen WM-Triumph an. Noch keinem Bundestrainer ist es gelungen, gleich bei seinem ersten Turnier mit der Nationalmannschaft Weltmeister zu werden. Sepp Herberger schaffte es 1954 im zweiten Anlauf, Helmut Schön 1974 im dritten und Franz Beckenbauer 1990 ebenfalls im zweiten Versuch. Immerhin vier Bundestrainer beziehungsweise Teamchefs führten die DFB-Auswahl aber gleich bei ihrem ersten Turnier als verantwortlicher Coach ins Endspiel, das sie aber jeweils verloren: Helmut Schön 1966 gegen Gastgeber England (2:4 n.V.), Jupp Derwall 1982 gegen Italien (1:3), Franz Beckenbauer 1986 gegen Argentinien (2:3) und Rudi Völler 2002 gegen Brasilien (0:2).

WM 2010 (12:16) – OK zufrieden mit Zuschauerzahlen

Die WM-Organisatoren haben mit Freude auf die vom südafrikanischen Innenministerium veröffentlichten ausländischen Besucherzahlen reagiert. 1.020.321 Menschen reisten demnach im Monat Juni nach Südafrika. Das waren rund 200.000 Besucher mehr als im Juni 2009 und damit ein Zuwachs von rund 25 Prozent. "Wir können davon ausgehen, dass dieser Anstieg direkt mit der WM zusammenhängt. Darüber sind wir sehr glücklich", sagte OK-Sprecher Rich Mkhondo in Johannesburg. Man sei optimistisch, die angestrebte Zahl von insgesamt 450.000 WM-Besuchern aus dem Ausland bis zum Endspiel am Wochenende noch zu erreichen. "In der Finalwoche wird es gerade aus Deutschland und Holland viele weitere WM-Touristen geben", sagte Mkhondo.

WM 2010 (11:57) – Karten für Deutschland gegen Spanien

Für das WM-Halbfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien gibt es noch 700 Eintrittskarten der teuren Premier Kategorie. Der Weltverband rechnet am Mittwoch (20.30 Uhr) in Durban mit einer ausverkauften Arena. Das neu gebaute und direkt am Indischen Ozean gelegene Moses-Mabidha-Stadion fasst bei der WM 2010 62.760 Besucher. Dort hatte die DFB-Elf auch ihr Auftaktspiel gegen Australien (4:0) bestritten. Ebenfalls 700 VIP-Tickets waren laut FIFA noch für das andere Halbfinale zwischen den Niederlanden und Uruguay am Dienstag (20.30 Uhr) in Kapstadt zu haben.